Wenn ich in den letzten Jahren in London war, habe ich oft auch das Tate Modern besucht. Zuletzt haben wir es zwar nur ins Café geschafft, um dort bei Chips & Beer die Aussicht zu genießen. Die Male zuvor war es aber immer auch die Runde durchs Haus. Am beeindruckendsten empfand ich bisher Sunflower Seeds von Ai Weiwei und besonders Upright Internal/External Form von Henry Moore.
Ich stand eine Weile vor dieser Skulptur und schaute sie halbbewusst an, ohne wirklich zu wissen warum. Dass Kunst so etwas in mir auslösen, mich regelrecht fesseln kann, war mir bisher fremd und auch dieses Foto macht mir das nicht klar oder löst etwas Vergleichbares aus.

Ich hatte seit meinem damaligen Besuch keine Ahnung, von wem es war und wurde durch ein inzwischen gelöschtes Instagram Posting auf eine weitere Skulptur Moores, die in der Hamburger Kunsthalle stand, aufmerksam.
Der Besuch der Kunsthalle war dann obligatorisch und hatte vorerst nur das Ziel, diese Skulptur zu sehen. Dass die Kunsthalle weit mehr zu bieten hat, wurde mir wohlwollend überraschend klar und somit ist der nächste Besuch ebenso obligatorisch. Danach trieb mich die Neugier weiter und hat mich noch das Buch von Herbert Read bestellen lassen. Keine Ahnung, warum und wo das hinführt, aber es bleibt weiterhin interessant!

Den Besuch des Tates kann ich jedem empfehlen, der es bisher nicht auf dem Schirm hatte und wenn man sich den Weg nach London sparen will, ist man ebenso gut in der Hamburger Kunsthalle aufgehoben. Die bietet donnerstags nicht nur längere Öffnungszeiten und daher eine ruhigere Atmosphäre, sondern auch einen günstigeren Eintritt.
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