Es gibt die berechtigte Kritik am übermäßigen Gebrauch von Take-Away-Kaffeebechern, die nicht selten mit der an Kaffeekapseln kombiniert wird. Der Verbrauch dieser Kaffeebecher wird für Deutschland auf 2,8 Milliarden* pro Jahr geschätzt und wenn es nur die Hälfte wäre, ist das immer noch zu viel.

Die Ansätze, um dem Verbraucher Alternativen zu bieten, werden vielfältiger, schwächeln aber oft an der ein oder anderen Stelle. Verschiedene Pfandsysteme setzen sich nicht in der Breite durch und finden so kaum Wahrnehmung, sind sogar eher regionale Phänomene.
Wenn es um nachhaltige Mehrwegbecher geht, die deutlich verbreiteter sind, ist der oft vorhandene Plastikdeckel fraglich. Produkte von Handelsmarken jeder Couleur werden auf günstige Produktionsprozesse optimiert, was annähernd automatisch Weichmacher bedeutet. Somit ist selbst der Porzelanbecher mit Weichmacher-Plastikdeckel nur gut gemeint, nicht gut gemacht.

Vergiss Plastik, trink aus Kaffee

Ziemlich gut gemacht ist hingegen das Kaffeeform Ensemble. Angefangen bei den Espresso- und Cappucino-Tassen und nun beim Take-Away-Becher angekommen. Die sehr logische Vollendung des Kaffeeform Konzepts.

Kaffeeform Weducer Cup

Kaffeeform hat überlegt, wie man aus benutztem Kaffeepulver “etwas Neues” machen kann. In Berlin wird dafür das Pulver aus verschiedenen Cafés eingesammelt, aufbereitet und dann in Form gebracht. Das allein, Kaffee aus Kaffee zu trinken, macht es schon geil. Aber deren Produkte sind auch Spülmaschinengeeignet, relativ bruchsicher, lebensmittelecht, frei von Weichmachern und vor allem ressourcenschonend.

Ich war bei Kaffee aus Kaffee trinken schon lange überzeugt, als ich mir damals die Cappucino-Tassen zulegte. Mit dem Weducer Cup finde ich den nachhaltigen Ansatz nun noch mal deutlicher auf den Punkt gebracht. Wie einfach es sein kann, durch einen Schraubverschluss auf einen Gummideckel zu verzichten und dann für 15 Euro einen nachhaltigen Becher zu bekommen, der kaum teurer ist, als all die anderen Wannabe-Becher. Großartig!

Einziger Wehrmusttropfen, wenn die Becher neu sind, riechen sie noch etwas nach Kaffee und das wirkt sich auch auf das Getränk darin aus. Ich mochte das anfangs ganz gern, fand es aber auch nicht schade, als es nach einigen Spülmaschinengängen verschwand.

Kaffeeforms Becher kann man nicht nur Online bestellen. Es gibt auch einige Läden, vor allem in Berlin, die die Becher im Sortiment haben. Greif zu!

Wer den richtigen Kaffee dazu haben möchte, ist bei Espressolution (Saicaf Oro), Public Coffee Roasters (Moonlight) und Tork’s Coffee (House Blend) gut aufgehoben!


* Quelle: recup