To Go Kaffeebecher, die Zweite

Ich war etwas harsch, wie ich finde, als ich seinerzeit die To Go Pfandsysteme grundsätzlich diskreditiere. Inzwischen hat sich meine Meinung etwas geändert und ich wünsche mir mehr Varianten und Systeme, die es dem Kaffeetrinker grundsätzlich einfacher machen, auf den Pappbecher zu verzichten.

Klar, warum trinken wir nicht im Laden? Aus der Porzellantasse oder einem Glas? Nachhaltiger geht es nicht, wie es bei Zeit Online (leider nur mit Abo) als fast ausschließlich korrekte Art benannt wurde. Dass das mit der Lebensrealität einiger Menschen, die auf dem Weg zur Kita, Arbeit, Hochschule nicht zusammenpasst und es eben nicht nur Schwarz und Weiß, nicht nur ja und nein zum Kaffee To Go gibt, wird dort allerdings missachtet.

Jeder, der anständigen Kaffee trinken möchte, weiß um die Nachteile des To Go Kaffees.

Nicht nur der Becher ist Müll. Der Geschmack ist anders, die Temperatur hält sich nicht so lange. All das nimmt man als Kompromiss hin, um einen immer noch besseren Kaffee zu haben, als den aus der Filtermaschine im Büro, der schon seit Stunden auf der Platte steht und immer bitterer wird. Ein Konsumproblem, ohne Frage. Aber wie für mich, wird es für viele andere auch eine Art des „sich Gönnens“ sein. Der kleine Luxus, den man am Tag braucht und die Tasse guten Kaffees, die einem hilft, entspannter in den Tag zu kommen.

Vergessen wir kurz die Umstände, die Menschen dazu bewegen könnte, ihren Kaffee von ihrer eigenen Maschine oder dem Barista mitzunehmen. Kommen wir zu einer weiteren Möglichkeit seinen Kaffee zu transportieren:

HuskeeCup

Dieser verfolgt ein ähnliches Prinzip, wie die Becher von Kaffeeform. Greift aber früher an, nämlich bei der Kaffeebohnenschale, dem Coffee Husk. Die Becher bestehen zu 50% aus diesem Schalenmaterial, aber leider auch zu ungefähr 50% aus Plastik, genauer Polypropylene.
Das wird mit der daraus resultierenden Stabilität und einer, aus ihrer Sicht, trotzdem gegebenen Recycle-Fähigkeit verargumentiert. Aber auch, um das Design des Bechers zu ermöglichen: die Rippen an der Außenseite, die die Finger vor der Hitze des Getränks schützen.

Das Design bewegte mich auch, einen dieser Becher zu kaufen. Die beiden angebotenen Farben sehen in ihrer eigenen Art wertig aus. Der Becher ist wirklich sehr stabil, BPA-frei und lässt sich ohne weiteres in der Spülmaschine reinigen. Ein Gummiring, den inzwischen auch der Weducer hat, hilft dem Becher die Flüssigkeit zu halten.

Im direkten Vergleich zum Weducer wirkt der HuskeeCup etwas wertiger und auch stabiler. Der Weducer ist durch sein Material gröber in der Struktur, der erwähnte Kunststoff macht den Huskee feiner. Zudem gibt es keine Einflüsse durch das Material, wie ich es beim Weducer beschrieben habe.

Trotzdem halten sich die Becher qualitativ ziemlich die Waage, mit dem offensichtlichen Nachhaltigkeitsbonus für den Weducer!

In Deutschland bekommt man die HuskeeCups inzwischen auch bei Amazon (Affiliate-Link!Mit dem vorangegangenen Link kannst du die Arbeit an schongeil.de unterstützen, wenn du über diesen Partnerlink etwas für dich kaufst.). Der Onlineshop von Huskee liefert selbst noch nicht nach Deutschland. Ursprünglich aus Australien, sind aber auch schon einige europäische Städte, vor allem UK, und natürlich die USA mit dem Becher versorgt.

huskee.co/huskeecup


Eine dritte Ausgabe, mit dem Update des Weducers und einem Becher von MiiR gibt mein Geschirrschrank inzwischen auch her, ein bisschen Geduld!

Olli hat 1999 mit Internetverstehen angefangen und verschwand gut 10 Jahre später im Hamburger Agenturzirkus. Bis vor einiger Zeit machte er als Freiberufler was mit Medien und findet auch außerhalb des Internets Sachen toll.

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